Tätigkeitsbericht des Herz-Jesu-Notfonds im Jahr 2015

BOZEN – Auch im vergangenen Jahr konnte aus dem Topf des Herz Jesu Notfonds mehreren unverschuldet in Not geratenen Schützenfamilie finanziell geholfen werden:

6.000 Euro für Familie Albin Mellauner, Lüsen:

Den Bauersleuten Albin und Gertraud Mellauner in Hinterlüsen wurde bereits im Jahre 2014 eine Sofortspende von 6.000,- Euro überreicht, nachdem der Goarerhof in Ober-Petschied in der Nacht vom 24. auf den 25. März 2014 bis auf die Grundmauern niedergebrannt war. Im vergangenen Jahr hat sich der Herz Jesu Notfonds mit einem weiteren Beitrag in Höhe von 6.000,- Euro am Wiederaufbau des Goarer-Hofes beteiligt. Damit wurden die gesamten Kosten der Elektriker-Arbeiten übernommen.

2.000 Euro für Familie Josef Oberkofler, Gries

Dieser Betrag war vom Herz Jesu Notfonds als Soforthilfe bereitgestellt worden, nachdem Josef Oberkoflers (E-Hptm. SK Gries) Schwiegersohn Klaus Hilber im Frühjahr 2015 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Nun stehen seine Frau Doris und die beiden Kinder (4 und 8 Jahre alt) alleine da. Für Letztere hatte Klaus Hilber erst vor einiger Zeit ein Eigenheim erworben, das er mit viel Einsatz und unter großen persönlichen Opfern in den nächsten Jahren abbezahlen wollte. Nach jenem schicksalhaften 9. Mai 2015 steht die Familie Oberkofler in ihrem unendlichen Schmerz vor vielen offenen Fragen. Die Lücke, die Klaus Hilber hinterlassen hat, wird in vielen Bereichen niemals zu schließen sein.

8.000 Euro für Familie Heinrich Vieider, Dorf Tirol

Durch ein tragisches Unglück bei einer Bergtour hat die ehemalige Marketenderin Lisi Vieider und Ehefrau des Gründungsmitgliedes der SK Dorf Tirol, Heinrich Vieider, schwere Verletzungen an der Wirbelsäule erlitten. Durch ihre körperliche Einschränkung musste die Wohnung behindertengerecht umgebaut werden. Der Herz Jesu Notfonds hat sich mit dem Betrag von 8.000,- Euro an den Umbauarbeiten in der Wohnung der Familie Vieider beteiligt.

12.000 Euro für die Familie Sabina Runggatscher, Villnöss

Im April 2015 hat der Lebensgefährte von Mark. Sabina Runggatscher eine schwere Hirnblutung erlitten. Seitdem war er in dauerhafter stationärer Behandlung in versch. Krankenhäusern. Auch nach mehreren Operationen hat sich bei ihm keine gesundheitliche Besserung eingestellt, weshalb die Ärzte beschlossen haben, ihn in häusliche Pflege zu überweisen. Willy Ferdigg hat aufgrund seines geistigen und körperlichen Zustandes eine dauerhafte Invalidität und Arbeitsunfähigkeit zugestanden bekommen und ist in der zweithöchsten Pflegestufe eingestuft, was bedeutet, dass er eine 24-Stunden-Betreuung benötigt. Sabina Runggatscher hat die Pflege selbst übernommen und ihre Wohnung behindertengerecht umgebaut. Der HJNF hat sich mit einem Betrag von 12.000,- Euro an den Umbauarbeiten beteiligt.

Zu Weihnachten wurde wieder eine Weihnachtskartenaktion durchgeführt, bei der durch den Verkauf von kunstvoll gestalteten Karten vor allem an Schützenkompanien der Reinerlös in den Fonds eingeflossen ist. Insgesamt sind bei der Weihnachtskarten-Aktion 1.900,50.- Euro eingegangen.

Zusätzlich wurden im Jahr 2015 insgesamt 10.285,- Euro an Mitgliedsbeiträgen, 12.676,94.- Euro an Spenden (davon 3.179,70.- Euro aus dem 5-Promille-Steuer-Topf) und 2.450,00.- Euro an zweckgebundenen Spenden eingezahlt. Hinzu kommen 2.307,99.- Euro an Zinsen.

Der Kontostand des Herz Jesu Notfonds belief sich am 1.1.2015 auf 44.894,35.- Euro und am 31.12.2015 auf 54.432,00.- Euro. 100.000,- Euro sind nach wie vor als Festgeld bei der Raiffeisen Landesbank angelegt. Somit können wir eine gute Verzinsung garantieren und je nach Bedarf Teile dieses angelegten Kapitals jederzeit für unsere Notfälle einsetzen.

Die eingezahlten Spendengelder waren von großem Nutzen, und aus diesem Grund sind alle Schützen und Schützenfreunde gebeten, den Herz Jesu Notfonds weiterhin zu unterstützen. Denn jeder – wir wollen es nicht hoffen − kann einmal in Not sein und wäre dann über Unterstützung froh.

E-Mjr. Paul Bacher
Obmann

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